6. türkisch-deutsches Literaturfestival in Essen und im Ruhrgebiet

28.09. - 5.10. 2010

www.Grend.de
Das Programm
Dienstag, den 28. September 2010
20:00 Uhr
Eröffnung: Grußwort des Dezernenten für Kultur und Integration der Stadt Essen, Andreas Bomheuer
.
Eintritt frei
Mittwoch, den 29. September 2010
10:00 Uhr
Lesung
.
Eintritt frei
20:00 Uhr
Lesung
Der Autor liest Passagen aus dem Roman „Gamba“ und aus seinem Erzählband „Die Träume eines Anderen“.
In „Gamba“ wollen vier Männer dem Ehealltag entfliehen, indem sie eine Fahrradtour von Antalya nach Bodrum unternehmen. Die Suche nach Freiheit und Abenteuer in der Natur entpuppt sich schnell als ungewohntes Wagnis. Unbehagen und Furcht erfasst sie – bis sie eine unverhoffte Entdeckung machen.
In „Die Träume eines Anderen“ schreibt Kavukçu über die innere Welt von Männern, die als Arbeiter, Seefahrer, Kleinganoven, Zigeuner oder gescheiterte Existenzen durch’s Leben gehen. Die Ehrlichkeit, Unverfälschtheit und vor allem die Glaubwürdigkeit seiner Figuren erlaubt einen fesselnden Blick in die Emotionen und Gedanken jener Menschen.

Übersetzer + Moderator: Oliver Kontny




Eintritt: 4 €
Donnerstag, den 30. September 2010
10:00 Uhr
Lesung
mit: 
Kemal Kurt
Kemal Kurt erzählt in der Tradition des Märchenerzählers über den geheimnisvollen Meddah. Er greift die schönsten Märchen seiner Kindheit auf und verleiht ihnen neue Flügel.
Neujahr. Auf dem Weg zum Schlittschuhlaufen lernen Oliver und Timo einen seltsamen alten Mann kennen. Der Mann ist ein „Meddah", ein Märchenerzähler, der von Haus zu Haus geht, um türkische Märchen zu erzählen. Die Eltern wollen davon zwar zuerst gar nichts wissen, den Freunden in der Schule aber gefällt das Märchen, das Oliver und Tim weitererzählt haben. Als jedoch sechs Wochen vergangen sind, behauptet Kofi: „Alles erstunken und erlogen. Es gibt keinen Meddah." Da taucht er endlich wieder auf und kann Kofi und die anderen eines besseren belehren.

Vorleser: Marco Sprinz, Schauspieler, u.a. bekannt aus der TV Serie "Unter Uns"
Eintritt frei
20:00 Uhr
Lesung + Gespräch
Im Rahmen von Literatürk stellt Pınar Selek ihr Buch „Zum Mann gehätschelt, zum Mann gedrillt. Männliche Identitäten“ vor. Anhand von 58 Interviews führt sie aus, wie junge Männer in der Türkei ihren Wehrdienst und die Zeit ihrer Identitätsfindung erleben.
Der Wehrdienst gilt nach der Beschneidung als einer der wichtigsten Riten der Mannwerdung in der Türkei. Die Gespräche repräsentieren einerseits einen Querschnitt durch die türkische Gesellschaft und verweisen andererseits auf die Entstehung von Geschlechtsidentitäten im Allgemeinen.
Warum existiert in der Türkei kein Zivildienst? Welche weiteren Riten zur Mannwerdung gibt es und wie wird man zum Mann oder zur Frau? Diesen und anderen Fragen wird Pınar Selek gemeinsam mit dem Gender-Experten Prof. Dr. Mustafa Özbilgin nachgehen.

„Zum Mann gehätschelt, zum Mann gedrillt. Männliche Identitäten.“ ist mit dem diesjährigen Duygu-Asena-Preis des türkischen PEN-Zentrums ausgezeichnet worden.

Übersetzung und Moderation: Oliver Kontny
Eintritt: 4 €
Freitag, den 01. Oktober 2010
10:30 Uhr
Katzenbruchstr. 79
Lesung
Bei Literatürk stellt Hilal Sezgin ihren aktuellen Roman „Mihriban pfeift auf Gott“ vor. Mihriban Erol ist Deutsch-Türkin, 32 Jahre alt, hat Lippen zum Knutschen, aber kaum Erfahrung mit Männern. Sie lebt in Berlin-Kreuzberg und ist von Beruf Nichtskönnerin auf allerhöchstem Niveau. Durch einen Terroranschlag in Deutschland wird plötzlich auch ihr eigenes Leben ordentlich durcheinander gebracht.
Leichtfüßig spürt Hilal Sezgin vielen Fragen unserer Zeit nach und steckt wie nebenbei die Werte einer aufgeklärten Gesellschaft ab. Tagespolitische Bezüge zu Islamismus, Terrorismus und Machismus machen den Roman zu einem spannenden Leseerlebnis für jung und alt.

Eintritt frei
20:00 Uhr
Lesung
Bei Literatürk stellt Hilal Sezgin ihren aktuellen Roman „Mihriban pfeift auf Gott“ vor. Mihriban Erol ist Deutsch-Türkin, 32 Jahre alt, hat Lippen zum Knutschen, aber kaum Erfahrung mit Männern. Sie lebt in Berlin-Kreuzberg und ist von Beruf Nichtskönnerin auf allerhöchstem Niveau. Durch einen Terroranschlag in Deutschland wird plötzlich auch ihr eigenes Leben ordentlich durcheinander gebracht.
Leichtfüßig spürt Hilal Sezgin vielen Fragen unserer Zeit nach und steckt wie nebenbei die Werte einer aufgeklärten Gesellschaft ab. Tagespolitische Bezüge zu Islamismus, Terrorismus und Machismus machen den Roman zu einem spannenden Leseerlebnis für jung und alt.

Moderation: Murad Bayraktar
Eintritt: 4 €
Samstag, den 02. Oktober 2010
19:00 Uhr
Lesung
mit: 
Jan Faktor
Der Autor stellt seinen aktuellen Roman „Georgs Sorgen um die Vergangenheit oder im Reich des heiligen Hodensack-Bimbams von Prag“ vor.
Georg wächst im schönsten Viertel Prags in einem summenden Frauenhaushalt zur Zeit des politischen Terrors auf. Im sozialistischen Prag voller gewalttätiger Müllmänner, 50-ccm-Motorradcowboys, sexbesessener Fremdgänger und vieler anderer unsozialistischer Elemente nutzt Georg alle sich bietenden Freiräume um auszubrechen. Als er nach der Okkupation des Landes den kulturellen Niedergang miterlebt und sich der Prager Dissidentenszene nähert, wird ein geschasster Intellektueller zu seinem Wunschvater.

Moderation: Karin Yesilada
Eintritt: 4 €
21:30 Uhr
Musik - Kriminacht
Das Autorenduo liest Passagen aus seinem Krimidebüt „Çelik & Pelzer“.
Seit vielen Jahren ist Çelik, ehemaliger Kommissar der Istanbuler Polizei, nicht in Deutschland gewesen, wo er seine Kindheit verbrachte. Als überraschend ein alter Bekannter seiner Eltern anruft, wird ihm bewusst, wie wenig er über die Vergangenheit seiner Eltern weiß, die in den siebziger Jahren in den radikalen Widerstand verwickelt waren. Der Anrufer war Darius, ein früheres RAF-Mitglied, und Çelik beschließt, nach Deutschland zu fliegen und ihn aufzusuchen. Doch als er in Köln ankommt, findet er nur noch seine Leiche vor. Çelik folgt den Spuren und trifft auf Pelzer, eine hochintelligente junge Psychologin, die ebenfalls versucht, eine Leerstelle ihrer Kindheit zu schließen.


Eintritt: 5 €
Sonntag, den 03. Oktober 2010
19:00 Uhr
Lesung
Bei Literatürk liest Hatice Meryem aus ihrem ersten in Deutschland erschienenen Buch „Hauptsache ein Ehemann“.
Grün, grün, grün sind alle meine Kleider (...) ist ein altes Volkslied, in dem das Bekenntnis zu einer Farbe gleichsam eine Lebenseinstellung ausdrückt und eine Liebeserklärung an Männer in den je farbigen Berufsuniformen ist. Frauen, deren Männer Berufsuniformen tragen, sind hier klar im Vorteil. In „Hauptsache ein Ehemann“ entwirft Hatice Meryem ebenfalls eine ,uniformierte‘ Ehe nach der anderen und porträtiert mit viel Scharfsinn und Poesie die vielfältigen Möglichkeiten des (Ehe-)Lebens zwischen Aberglaube und Lebenslust. Jedes Mal gibt sie sich einen anderen Namen, eine andere Persönlichkeit, ein anderes Aussehen und ist jemand anderes Ehefrau.

Übersetzung und Moderation: Sabine Adatepe
Eintritt: 4 €
Dienstag, den 05. Oktober 2010
18:00 Uhr
Buchprojekt 2010 Märchenhaftes zwischen Emscher und Ruhr - Kinder und Jugendliche erzählen ...
Ein ungewöhnliches Buchprojekt für Kinder und Jugendliche startet in diesen Tagen im Kulturhauptstadtjahr. Im Rahmen eines Schreibwettbewerbs sind alle Kinder und Jugendlichen im Alter von 10 bis 20 Jahren, die im Ruhrgebiet leben, aufgefordert, Texte zum Thema "Märchenhaftes zwischen Emscher und Ruhr" zu schreiben und einzureichen. Wie sie mit dem Thema umgehen, steht ihnen frei. Sie können neue Märchen erfinden, bekannte Märchen verändern, aber auch Märchenfiguren in ihrem Alltag erscheinen lassen und dafür sorgen, dass sich dort Märchenfiguren aus unterschiedlichen Kulturen begegnen. Natürlich können die jungen Autorinnen und Autoren auch darüber berichten, an welches Märchen sie sich besonders gut erinnern, welche Märchen ihnen heute noch begegnen und welche Märchen ihnen Eltern und Großeltern erzählt oder aus ihrer Heimat mitgebracht haben. Oder sie können darüber schreiben, was ihnen heute im Alltag an märchenhaften oder gerade nichtmärchenhaften Erfahrungen und Erlebnissen begegnet. Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Akzeptiert werden alle Textformen von "richtigen" Märchen über märchenähnliche Texte bis hin zu Anti-Märchen. Entscheidend ist, dass ein Märchenbezug erkennbar ist.
Eintritt frei