Rückblick: Literatürk 2009
Literatürk 2009: 5tes türkisch-deutsches Literaturfestival in Essen und im Ruhrgebiet
Literatürk 2009: Die Autoren und Autorinnen
Feridun Zaimoğlu
Feridun Zaimoğlu wurde 1964 im anatolischen Bolu geboren. Ein Jahr später kam er mit seinen Eltern nach Deutschland und lebt heute in Kiel. Zaimoğlu sorgte in den 90er Jahren mit seiner „Kanak-Sprak“-Trilogie für Diskussionsstoff. Neben einer Reihe von Prosawerken veröffentlichte er Artikel in verschiedenen Zeitungen und arbeitet als Theaterautor . Er erhielt zahlreiche Literaturpreise, darunter den Ingeborg-Bachmann Wettbewerbspreis der Jury und den Carl-Améry-Preis. Zaimoğlu gilt als einer der wichtigsten Autoren der deutschen Gegenwartsliteratur.
Selim Özdoğan
Der Kölner Autor Selim Özdoğan wurde 1971 geboren und ist zweisprachig aufgewachsen. Seit Mitte der Neunzigerjahre hat er zahlreiche Romane und Erzählbände veröffentlicht. Für den Film „Im Juli“ von Fatih Akın schrieb er das Drehbuch. Özdoğan erhielt für sein literarisches Schaffen unter anderem den Adalbert-von-Chamisso-Preis. Aktuell ist er mit seinem neuen Roman „Zwischen zwei Träumen“ auf Lesereise.
In Nestas Welt ist es möglich geworden, mithilfe von Augentropfen Träume zu konsumieren. In Traumbars hängt Nesta mit seinen Freunden ab und taucht mit ihnen in die Welt der fremden Träume ein. Dabei verliebt er sich in Tedeisha, die schon bald eine steile Karriere macht und ihre Träume erfolgreich vermarktet. Als Tedeisha eines Tages nicht mehr aufwacht, begibt sich Nesta auf die Suche nach dem Ursprung der Träume...
Kerim Pamuk
Kerim Pamuk wurde 1970 an der türkischen Schwarzmeerküste geboren und lebt seit 1979 in Hamburg, wo er Orientalistik und Germanistik studierte. Mit seinen Bühnenprogrammen "Pamuks Kümmel Klub" und "Leidkultur" tourt er durch Deutschland und tritt unter anderem im Quatsch Comedy Club auf. Er schreibt Bücher ("Sprich langsam, Türke"; "Alles roger, Hodscha?") und Drehbücher zu Kinospielfilmen ("Süperseks").
In seinem neuesten Buch "Allah verzeiht, der Hausmeister nicht" warnt Pamuk vorab Türken, die nach Deutschland kommen möchten. Mit viel Wortwitz nimmt er die Eigenarten der Deutschen aufs Korn.
Hintersinnig, witzig, intelligent: Mit orientalischer Gelassenheit blickt Kerim Pamuk auf Bier in der Badewanne, DIN-Normen, bunte Bio-Tonnen und kalendarische Brückentage. Kurz: auf alles, was "uns" Deutschen lieb und teuer ist.
Aygen-Sibel Çelik
Aygen-Sibel Çelik wurde 1969 in Istanbul/Türkei geboren und migrierte als Zweijährige mit ihren Eltern nach Frankfurt am Main. Wichtige Stationen ihrer Biografie sind ein sechsjähriger Aufenthalt in ihrer Geburtsstadt, das Studium der Kinder- und Jugendbuchforschung in Frankfurt sowie ein Redaktionsvolontariat und diverse Praktika im pädagogischen und journalistischen Bereich. Sie war mehrere Jahre als Redakteurin einer Fachzeitschrift tätig. Als freie Autorin verfasste sie zahlreiche Artikel und Rezensionen über die Darstellung des Fremden in der Kinder- und Jugendliteratur. Aygen-Sibel Çelik schreibt Kinder- und Jugendbücher und gibt Kindern Kurse in Kreativem Schreiben. 2007 erschienen das Kinderbuch "Sinan und Felix" und "Seidenhaar", ein Buch für Jugendliche über die fesselnde Geschichte um die beiden jungen Türkinnen Sinem und Canan, die sich über die Glaubensgrundsätze des Islam uneinig sind. Die Autorin lebt und arbeitet in Neu-Isenburg.
Bei Literatürk wird Aygen-Sibel Çelik für Kinder in einer Grundschule und für Jugendliche in einer Gesamtschule lesen.
„Fußball, Gott und echte Freunde“ ist das aktuelle Kinderbuch Aygen-Sibel Çeliks.
Da haben sich die Erwachsenen was Schönes ausgedacht: Die St. Josef Kicker sollen gegen den FC Shalom und die Yunus-Kicker antreten. Die drei Freunde Christopher, David und Kerim haben aber nicht die geringste Lust, gegeneinander zu spielen. Ihre Eltern steigern sich dennoch immer mehr in den Wettbewerb rein. Und dann kommt auch noch Gott ins Spiel...
In dem Jugendroman „Seidenhaar“ bekommen sich die beiden jungen Türkinnen Canan und Sinem in die Haare. Canan behauptet, sie würde aus Überzeugung ein Kopftuch tragen, Sinem kauft ihr das nicht ab. Als Canan am nächsten Tag verschwunden ist, macht sich Sinem Sorgen, dass sie sich radikalen Kreisen angeschlossen haben könnte. Auf der Suche nach Canan lernt sie den Islam jedoch von einer ganz anderen Seite kennen.

Aslı Erdoğan
1967 in Istanbul geboren, studierte Aslı Erdoğan Informatik und Physik an der Bosporus Universität in Istanbul. Anschließend arbeitete sie am Kernforschungszentrum CERN in Genf und in den Jahren 1994 und 1995 in Rio de Janeiro. 1996 gab sie ihre Karriere als Physikerin auf und konzentrierte sich aufs Schreiben. 1996 erschien ihr erster Roman "Mucizevi Mandarin" (Der wundersame Mandarin). Sie ist Mitglied im PEN und der türkischen Schriftstellervereinigung sowie Gründungsmitglied des Kunst und Literaturforums von Diyarbakir. Seit August 2008 ist sie Stipendiaten im Heinrich Böll Haus.
"Asli Erdogan ist Teilnehmerin an der vom Bundespräsidenten initiierten interkulturellen Gesprächsreihe "Vielfalt der Moderne - Ansichten der Moderne". Herausragende Persönlichkeiten aus unterschiedlichen Weltteilen, Kulturen und Religionen haben in den vergangenen Monaten in kleiner Runde in Schloss Bellevue über ihr Verständnis von Moderne, über deren Errungenschaften wie Fehlentwicklungen und die Folgen für das Leben der Menschen überall auf der Welt diskutiert.: Welchen Preis hat der Fortschritt? Wieviel Gemeinschaft braucht das Individuum? Wieviel Weisheit die Wissenschaft? Durch die aktuelle Diskussion über den Klimawandel und die Grenzen der ökologischen Tragfähigkeit unserer Erde und nicht zuletzt auch durch die Erfahrung der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise haben diese Fragen eine neue Dringlichkeit erhalten. Sie rühren an das Selbstbild der westlichen Welt und an unser Verständnis von Modernität, das sich auf den Glauben an Vernunft und Fortschritt, auf wissenschaftliche Erkenntnis, auf Individualisierung, Emanzipation und Säkularisierung gründet.
Zu LiteraTürk kommt die Autorin mit "Die Stadt mit der roten Pelerine" (Kırmızı Pelerinli Kent) und "Der wundersame Mandarin" (Mucizevi Mandarin)

Can Dündar
Can Dündar ist einer der renommiertesten Journalisten der Türkei, ein ausgezeichneter Autor und Filmemacher. Der in Ankara 1961 geborene Dündar gehört zu den Journalisten, die im ganzen Land, quer durch alle Gesinnungsgruppen Anerkennung finden und geschätzt werden. Seine Karriere begann mit dem Studium der Politik und Journalistik an der Universität Ankara. Schon währen seines Studiums arbeitete er für zahlreiche Zeitungen des Landes. Anschließend absolvierte er die „London School of Journalism“ und zurück in Ankara promovierte er im Fach Politik an einer der besten Universitäten der Türkei. Seiner Karriere als Fernsehjournalist schloss sich die Karriere als Kolumnist bei verschiedenen Zeitungen nahtlos an.Seit 2001 schreibt er für eine der Auflagenstärksten Zeitungen des Landes. Er fördert und dreht politisch, sozial und gesellschaftskritische Dokumentarfilme und moderiert bei NTV Türk die Sendung „Canlı Gaste“ (lebende Zeitung)
Can Dündar hat zahlreiche, mit Preisen überhäufte Bücher veröffentlicht und hat als Filmemacher neben vielen Dokumentarfilmen, den in der Türkei heftig diskutierten Dokumentarfilm „Kemal“ über den Gründer der türkischen Republik Türkei auf die Leinwand gebracht.

Ayfer Tunç
Ayfer Tunç wurde 1964 in Adapazarı geboren. Schon während ihres Politologie-Studiums in Istanbul verfasste sie Artikel für Literatur- und Kulturzeitschriften. 1999 bis 2004 war sie Chefredakteurin des Yapı-Kredi Verlages. Seit 1989 sind zahlreiche Prosabände von ihr erschienen. Ihr 2001 erschienener Roman „Bir Maniniz Yoksa Annemler Size Gelecek. 70’li Yıllarda Hayatımız“ erhielt 2003 den internationalen Balkania-Preis. 2008 war sie in dem vom Goethe Institut initiierten Projekt „Yakınbakış“ als Stadtschreiberin in Salzburg.
In „Suna und Emine“ wird die Geschichte des Waisenkindes Suna erzählt, das von dem brutalen und nichtsnutzigen Bolat geschwängert wird. Bolat wird von seinem Onkel genötigt, Suna zu heiraten. Im Laufe der Ehe wird Bolat immer unerträglicher, versäuft das Geld der Familie und schlägt Suna und ihre Kinder. Suna fügt sich schweigend ihrem Schicksal. Als Bolat wieder einmal ausrastet, verliert die älteste Tochter Emine die Beherrschung und geht auf ihren Vater los.
In ihrem Buch „Bir Deliler Evinin Yalan Yanlış Anlatılan Kısa Tarihi“ werden eine Reihe von ineinander verwobenen Geschichten konstruiert, die vom 19. Jahrhundert bis ins Jahr 2007 reichen. Jedes Mal, wenn der Leser denkt, eine Geschichte wäre zu Ende, knüpft eine neue genau an diese an und wird aus anderer Sichtweise und von anderen Charakteren erzählt. Schauplatz ist ein Krankenhaus für geistig Kranke am Schwarzen Meer.

Mehmet Murat Somer
Mehmet Murat Somer wurde 1959 in Ankara geboren und lebt heute am Handlungsort seiner Romane, in Istanbul. Der Autor arbeitete zunächst als Banker und Unternehmensberater. 2003 begann er damit, seine Hop-Çiki-Yaya Bücher zu schreiben; Krimis, die im Istanbuler Transvestitenmilieu spielen. Somer gelingt es, in seinen schrillen Geschichten Komik mit der Darstellung der oft bitteren Realität für Transsexuelle in der Türkei zu verbinden.
Die Heldin des Tunten-Krimis „Der Kuss-Mord“, Clubbesitzerin und Transvestitengröße, findet keine Ruhe: Die Wohnung der besten Freundin Buse wurde durchsucht. Objekt der Begierde sind offensichtlich die kompromittierenden Briefe eines ehemaligen Liebhabers. Als klar wird, dass in die Geschichte auch erzkonservative Politiker und die Mafia verwickelt sind, nehmen die beiden Damen die Verfolgung auf.
Zafer Şenocak
Zafer Şenocak wurde 1961 in Ankara geboren und siedelte 1970 mit seinen Eltern nach München über, wo er Germanistik, Politologie und Philosophie studierte. Heute lebt er in Berlin. Seit 1979 veröffentlicht er Gedichte, Prosa und Essays in deutscher und türkischer Sprache. Şenocak ist Mitbegründer der mehrsprachigen Literaturzeitschrift "Sirene" und schreibt regelmäßig für verschiedene Zeitungen. In seinen vieldiskutierten Essays analysiert er die Beziehung zwischen deutscher Mehrheitsgesellschaft und türkischer Minderheit.
In dem kürzlich erschienenen Roman „Der Pavillon“ steht der Musikstudent Hamit im Mittepunkt, der sich weder für Politik noch für Religion interessiert. Im Sommer 1960 verbringt Hamit mit seiner Freundin Hilde die Ferien bei seinem gläubigen Bruder in Istanbul. Als das Militär putscht, wird Hamit plötzlich mit einer sehr lebendigen Vergangenheit konfrontiert - der Pavillon auf dem Grundstück seines Bruders war der Landsitz des letzten Kalifen, der im Pariser Exil starb. Aber auch Hilde trägt eine schwere Last mit sich.

Prof. Jens Peter Laut
Prof. Dr. Jens Peter Laut ist Inhaber des Lehrstuhls für Turkologie und Zentralasienkunde an der Universität Göttingen und Mitherausgeber der Reihe "Türkische Bibliothek". Darüber hinaus ist er Vorstandsmitglied und Zweiter Vorsitzender der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft sowie Mitherausgeber der "Zeitschrift der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft".
Alpan Sağsöz
1973 geboren und aufgewachsen in Wipperfürth/ NRW liest aus seinem Erstlingswerk „Die schwarze Katze aus Konstantinopel“
Es war bei einer Wanderung, genauer gesagt während einer Pilgerreise auf dem Jakobsweg, als der türkischstämmige Autor Alpan Sagsöz zu seinem Roman inspiriert wurde – einem Buch über das Wandern und Einwandern.
„Obwohl ich ein Autor mit türkischen Wurzeln bin, ist es definitiv kein Immigrantenroman, denn die Themen Heimat und Heimatlosigkeit gehen uns alle an“, sagt Sagsöz. „Mein Buch erzählt eher eine Geschichte über das Wandern als über das Einwandern.“
Murat Gülsoy
Murat Gülsoy, geboren 1967 ist ein angesehener türkischer Literat der jüngeren Generation und sieht sich in der Tradition der Weltliteratur eingebunden. Seine Internet-Rubriken gehören längst zum Kultprogramm der türkischen Internet-Generation. Seine Erzählungen sind literarische Abenteuer im besten Sinne des Wortes, sie sind einerseits so unterhaltsam, dass man sie nicht aus der Hand legen mag, anderseits sind sie Meilensteine einer universalen literarischen Suche, die sich selbst ebenso hinterfragt wie die Fabulier- und Leselust der Menschheit.
Murat Gülsoy wird bei Literatürk aus seinem Erzählband lesen, bei dem schon der Titel "Stehlen Sie dieses Buch!" neugierig macht. Das Buch enthält zwölf Geschichten mit überraschenden Wendungen, herrlich vertrackt und immer spannend, mal Krimis, mal surreal, mal 1001 Nacht, - oft mit einem kafkaesk-schwejkschen Humor.
Und, nicht zu vergessen: Gülsoys Sprache bietet große, poetische Momente: "… es war der salzige und heiße Geschmack einer Jugendliebe."

Lilo Wanders
"Lilo Wanders" ist im niedersächsischen Dorfmark aufgewachsen. Schon früh bekennt er sich als Schwuler. 1988 gründet er zusammen mit Corny Littmann das „Schmidt Theater“. Kurz darauf tritt er erstmals als „Lilo Wanders“ auf. Der Charakter verselbständigt sich, er macht Karriere im Fernsehen und auf der Bühne. Durch die Fernsehsendung „Wa(h)re Liebe“ wird Lilo Wanders in den Medien zur „Sexpertin“, für die Zuschauer zur Ratgeberin und moralischen Instanz.
Als Literaturliebhaberin moderiert Lilo zudem Literatursendungen und Lesungen.
Sabine Adatepe
Sabine Adatepe studierte Turkologie und ist ausgebildete Übersetzerin für Türkisch. Zudem arbeitet sie als Publizistin. Sie übersetzte unter anderem Kurzgeschichten verschiedener AutorInnen für die in der „Türkischen Bibliothek“ erschienen Bände „Liebe, Lügen und Gespenster“, „Von Istanbul nach Hakkari“ und „Kultgedichte“. Zahlreiche türkische Kinderbücher wurden von ihr ins Deutsche übersetzt. Sabine Adatepe lebt und arbeitet in Hamburg.
Andrea Kurmann
Die Berliner Schauspielerin Andrea Kurmann spielte zahlreiche Theaterrollen unter anderem am Berliner Ensemble und am Potsdamer Hans-Otto Theater. Ihre Ausbildung absolvierte sie an der Schauspielakademie Zürich und an der Hochschule für Theater und Musik in Bern.
Günfer Çölgeçen
Günfer Çölgeçen ist Schauspielerin, Theaterproduzentin und Theaterpädagogin und lebt und arbeitet vorrangig im Ruhrgebiet. Nach 5-jähriger Ausbildung realisierte sie ab 1993 eigene Bühnenwerke. Sie spielte am Maxim Gorki Theater in Berlin, am Theater Oberhausen und in diversen anderen Ensembles. Die 2002 entstandene Produktion „Almanya“ ist seit 2006 integrativer Bestandteil des prämierten Beitrages der Stadt Castrop-Rauxel zum „Handlungskonzept Interkultur“ der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen. Als Nachfolgeproduktion ebenso gefördert von der Staatskanzlei ist als Koproduktion das Stück“ „Schwarze Jungfrauen“ am Westfälischen Landestheater Castrop-Rauxel entstanden.
Demir Gökgöl
Der Schauspieler Demir Gökgöl wurde 1937 in Istanbul geboren. Seine Ausbildung als Schauspieler absolvierte er in Wien. Danach arbeitete er zunächst in Istanbul. 1968 emigrierte er in die BRD und spielte in zahlreichen Fernsehproduktionen und Spielfilmen wie „Gegen die Wand“ von Fatih Akın mit. Demir Gökgöl tritt seit einigen Jahren bei literarischen Veranstaltungen auf, bei denen er mit seiner markanten Stimme beeindruckende Gedichtinterpretationen von Brecht bis Orhan Veli spricht. Er gilt als einer der besten Rezitatoren der Gedichte Nâzım Hikmets. Er lebt heute in Hamburg.
Rüdiger Zietz
Flamenco-Gitarrist
Murad Bayraktar
Murad Bayraktar verbrachte seine Kindheit in Deutschland und lebte danach zunächst in Istanbul bevor er wieder im Ruhrgebiet landete. In Istanbul und Bochum studierte er Anglistik, Politik und Soziologie. Zwischen 1997 und 2004 arbeitete er als freier Autor für den WDR, die Deutsche Welle und als stellvertretender Chefredakteur des Magazins „Türkis“. 2005 moderierte er zudem eine Fernsehserie für den türkischen Sender TRT-INT. Im selben Jahr erhielt er das John J. Mc Cloy Stipendium für Journalisten, welches er in Washington DC, New York und Kalifornien absolvierte. Murad Bayraktar lebt in Köln.
Karin Yeşilada
Karin Yeşilada wurde 1965 in Hanau geboren und ist Germanistin und Literaturkritikerin. Sie dozierte unter anderem an Universitäten in Marburg, München und Köln, aktuell hat sie einen Lehrauftrag an der Universität Paderborn inne. Von 1995 bis 2000 war sie an der Istanbuler Marmara Universität als Lektorin tätig. Karin Yeşilada veröffentlichte zahlreiche literaturtheoretische Artikel und promovierte zur „Poesie der dritten Sprache" - Die deutsch-türkische Migrationslyrik der zweiten Generation“. Als Moderatorin arbeitete sie unter anderem für den WDR/Funkhaus Europa und Radio Bremen.
Literatürk 2009: Das Festivalteam
Johannes Brackmann
ist seit 1997 Geschäftsführer des Kulturzentrum GREND in Essen, einer freien Kultureinrichtung in Essen mit verschiedenen Kultur- und Bildungssparten. Darüber hinaus ist er Vorstandsmitglied der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultureller Zentren LAG-NRW, seit 2003 Vorstandsvorsitzender des Kulturbeirates der Stadt Essen. Nebenberuflich ist er freier Kulturberater mit der Fa. KulturPraxis/Bochum-Essen und aktiver Musiker.
Semra Uzun-Önder
ist neben Filiz Dogan die Gründerin von LiteraTürk.
Sie hat an der Universität Duisburg-Essen Pädagogik studiert und arbeitet in zahlreichen interkulturellen und politischen Projekten der Stadt Essen.In Zusammenarbeit mit dem Grend Kulturzentrum hat sie die Fotoausstellung "Gesichter der Migration" organisiert und durchgeführt. Sie ist Autorin des ersten türkisch vegetarischen Kochuches, das als „Best Vegetarian Book in Germany“ und „Best Foreign Cuisine Book in Germany“ mit dem Gourmand World Cookbook Award 2008 ausgezeichnet wurde. Zur Zeit arbeitet sie an ihrem ersten Roman und macht eine Weiterbildung zur Kinder und Jugendlichen Psychotherapeutin.
Fatma Uzun
Fatma Uzun hat Philosophie und Geschichte in Essen und Berlin studiert. Für Wissenschaft im Dialog konzipierte sie im Rahmen des Wissenschaftssommer 2007 eine Ausstellung zur deutsch-sprachigen Emigration in die Türkei 1933-1945.
2008 absolvierte sie ein Volontariat in den Bereichen Buch- Verlags- und Kultur-PR, wo sie u.a. die Organisation der Lesereisen von Autoren der Türkischen Bibliohek, die Autorenbetreuung und verschiedene Übersetzungsaufträge übernommen hat.
Zur Zeit arbeitet Fatma Uzun als freie Autorin und PR-Referentin.
Martina Kofer
Martina Kofer ist Literaturwissenschaftlerin aus Berlin mit dem Forschungsschwerpunkt Interkulturelle Literatur/deutsch-türkische Literatur. Sie studierte an der HUB und FU Berlin Neuere deutsche Literatur/Politologie und Gender Studies. Ihre Magisterarbeit schrieb sie 2006 zu Feridun Zaimoğlu. Zudem engagiert sich Martina Kofer seit Jahren in soziopolitischen Projekten interkultureller Zusammenarbeit in Berlin, Spanien und Italien. Im Bereich der Frauenforschung war sie für das FFBIZ (Frauenforschungs- und Bildungs- Informationszentrum) in Berlin tätig und dort maßgeblich beteiligt an der Archivierung des Bestandes von Frauenprojekten. 2004 veröffentlichte sie in der Wochenzeitung „Freitag“ einen Artikel zu international vernetztem Widerstand mit dem Titel „Das Netz ist das Ziel“.
Literatürk 2009: Die Kooperationspartner
Erich-Kästner-Gesamtschule Essen
Büchertisch und Buchverkauf während des gesamten Festivals
Literatürk 2009: Die Förderer und Unterstützer
Öffentliche Förderung
Der Ministerpräsident des Landes NRW/Staatskanzlei, Abt. Kultur; aus Mitteln zur Förderung der regionalen Kulturpolitik - Region Ruhrgebiet
öffentlich-rechtliche Stiftungsförderung
Öffentliche Förderung/Kooperation
Öffentliche Förderung
Privater Sponsor